In den vergangenen Tagen war der Rat für Anleger, bloß jetzt nicht panisch zu verkaufen, weil man zum einen ohnehin schon einen Großteil der Verluste mitgenommen hat und zum anderen droht, den rechtzeitigen Wiedereinstieg zu verpassen und sich so doppelt bestraft. Das ist auch weiter gültig, all zumal Panik nicht der beste Ratgeber ist. Sie blockiert die kognitiven Fähigkeiten.

Martin Hock

Angesichts der Außergewöhnlichkeit dieses Bärenmarktes ist es jeden Tag Zeit, von Neuem darüber nachzudenken, wie es weiter geht. Was derzeit passiert, ist ein Novum. Die Weltfinanzkrise 2008 und das Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000 waren es nicht. Übermut und -spekulation, gepaart mit dem Ignorieren konjunktureller Schwäche (wie im Jahr 2000 oder 1929) und finanzielle Paniken gibt es immer wieder. Letztere etwa Ende des 19. Jahrhunderts gleich mehrfach, was in Amerika schließlich zur Gründung einer Zentralbank führte.